Woll-Lust

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Wichteleien

Dem Geburtstagspäckchen folgte gestern noch ein randvolles Wichtelpaket. Nach dem Öffnen blickte ich auf ganz viele kleine Päckchen. Jedes einzelne so liebevoll verpackt, dass ich den “Schmuck” unbedingt aufheben musste:

Verpackungsdeko im Wichtelpaket

In aus den einzelnen Päckchen wickelte ich

  • einen Taschenwärmer gegen kalte Hände während der Hundespaziergänge
  • ein Nadelmaß, um z.B. 2,25 mm und 2,5 mm sicher unterscheiden zu können
  • eine Weihnachtstasse mit Elch
  • knapp 170g handgefärbte Wolle z.B. ausreichend für ein Tuch
  • handgefärbte Sockenwolle für zwei einzigartige und dennoch identische Ringelsocken
  • ein eigenes! Körnerkissen im Tadpole-Schlafanzug *freu*
  • ein paar Gummibärchen, Nappos, Goldtaler und Schoko Weihnachtsmännchen

Weihnachtselch

Zwischen all’ den schönen Sachen habe ich viel Mühe, Herzlichkeit und Wärme gefunden. Erst hab’ ich mich  tierisch gefreut und dann fürchterlich geschämt, weil ich meinen Wichtel nur durch plumpes Raten herausgefunden habe. Dabei hätte ich Morags Ringelfärbungen erkennen müssen, habe ich sie doch schon selbst kommentiert.

Ratet mal meine Lieblingsfarbe!

Das ist das schönste blaue Paket des Abends gewesen! :) Danke!

Im Rausch der Geschenke

Heute gab’s die große Wichtelsause in Postfeld. Die komplette 13köpfige Herde versammelte sich mit Leckereien und jeder Menge Geschenke im Gepäck im Wo’schen Wohnzimmer.

Nachdem das erste Mitteilungsbedürfnis gestillt war… gab es Geschenke. Geburtstagsgeschenke! Auch für mich.

Das erste Geschenk war eine Haspel. Das Wickeln von Strängen zu Knäulen wird mit dem genialen Ding zum Kinderspiel und schont definitiv den Möwerich. Keine lahmen Arme mehr vom Wolle halten. :)

Katalogbild aus den Weiten des WWW

Als zweites Geschenk schälte ich diese blaue Schäfchentasse aus schützendem Papier.

MEINE Tasse

Das dritte Geschenk war einmal mehr Beweis, dass Frauen anders zuhören als Männer. Dass sich unter dem Geschenkpapier eine DVD zeigen wird, war klar wie Kloßbrühe. Die hier (Schweden 1973, Deutschland ab ’76) kam zum Vorschein:

Dunderklumpen

Dunderklumpen ist ein dickwanstiger, liebenswerter Troll, der sich sehr einsam fühlt und im Schutz der schwedischen Mittsommernacht den Kindern ihre Spielzeuge stielt. Kaum hat er sie in seinen Sack steckt, werden sie lebendig… Nach vielen Abenteuern für alle Beteiligten scheint es, als habe Dunderklumpen neue Freunde gewonnen.

Noch heute kann ich mich an den Kinobesuch im “Bali” in Berlin Dahlem erinnern: mein Cousin und meine Cousine waren auch mit von der Partie. Textfest wurde ich allerdings erst, als mein Bruderherz Dunderklumpen zu seiner Lieblings Hörspielkassette vor dem Einschlafen erklärte.

Danke, Mädels!


Meine Wichtelgeschenke blogge ich morgen, die Batterien der Digicam haben vorhin ihren Dienst quittiert…

“Bei Dir sieht man gar keine Wollfotos. Strickst Du nicht mehr?” – Oh doch!!

Letzte Woche habe ich ein paar Socken mit 6fach Wolle angeschlagen, sie nach 6cm wieder geribbelt und gleich mit vier Maschen weniger neu gestartet. Hat aber nix genützt: hinter der Ferse habe ich ihr Schicksal ein zweites Mal besiegelt und die schöne Wolle erneut zu einem feinen gleichmäßigen Knäuel gewickelt. Anschließend durfte es wieder in der großen Wollkiste schlafen gehen.

Beim Öffnen der Wollkiste leuchtete es wunderbar hell und fröhlich. Genau das Richtige für graue Regentage: dänisches Kauni Garn in “Regenbogen” für einen Cashsilk Fern Scarf

Kauni Regenbogen

Cashsilk Fern Scarf

Einen großen Teil davon habe ich gestern bei Geli neben Morag auf dem Sofa gestrickt. Bei Leb- und Honigkuchen haben wir uns Horton hört ein Hu und nur ein ganz bisschen Gelis frische Wollstränge angeguckt. Nur ein ganz bisschen, ehrlich… aber nicht, ohne Beute zu machen:

gelideluxe

und

Väterchen Frost

Waren das jetzt genug Wollfotos?

erzählt die Geschichte zweier Frauen, deren Leben durch ein Färöer-Tuch miteinander verstrickt sind.

Die siebzehnjährige Engländerin Helen Mayborough aus dem 19. Jahrhundert und Allegra Mills, Karrierefrau von heute, haben scheinbar nichts gemein. Es eint sie dennoch ein dünner Faden; diesen verwenden beide Frauen, um daraus kunstvolle Gebilde zu stricken. Die Eine, um von ihrem stressigen Job auszuspannen, die Andrere, um eine Schatzkarte zu chiffrieren.

Damit es Allegra gelingt, mit Hilfe eines attraktiven Nachfahren Helens den Schatz des Winkingerkönigs Tróndur í Gøtu zu finden, müssen zahlreiche Verstrickungen entwirrt werden…

Eine Nachfrage im Buchhandel bescherte mir die lapidare Antwort: “Das gib’s nich’ mehr.”

Gut, bin ich eben zu Ämäsonn gesurft und habe dort zzgl. 3 Euro Versand direkt bei der Autorin Nina Lingl gekauft.

Auf “das-faeroer-tuch.de” kann man das Buch ebenfalls bei Nina Lingl, aber mit deutlich geringeren Versandkosten von 1,10 Euro kaufen – habe ich aber zu spät in den Verkäuferbewertungen gelesen. Nicht dramatisch.

Nachdem ich jedoch heute das 460 Seiten starke Taschenbuch ohne einen zusätzlichen Schutz aus dem ziemlich dürftigen Luftpolsterumschlag, frankiert als Warensendung für 85 Cent, holte, war ich satt: Die linke untere Ecke auf der Vorderseite ist angeschlagen. Drei Euro für Porto und Verpackung  sind völlig ok, wenn mein Buch – wie bei Direktversand durch Ama.zon üblich - ausreichend vor den Tücken des Transports geschützt wird.

Hoffentlich kann der Inhalt wettmachen, was Versand und Verpackung schon im Vorfeld versaut haben. :(   *grummel*

Herr und Diener

heißt diese Wollstang Kreation aus 75% Merino und 25% Polyamid. Er entsprang der Färbeküche von Frau Wo in Po und ging nach dem Trocknen nahtlos in den dazugehörigen Blogshop über.

Die Nase habe ich mir am Bildschirm plattgedrückt, weil ich ihn sooo schön fand. Weil ich mir bis zum Jahresende ein Wollkaufverbot  auferlegt habe, blieb es beim Anschmachten. Und dann war er weg! Vekauft. An meine Mama.  :)

Und nun ist er doch bei mir gelandet: im Geburtstagspäckchen kam er zurück nach Schleswig-Holstein. Wenn ich so in mich hinein höre, spricht Vieles dafür, dass er als nächstes versockt wird.

Herr und Diener 75 Merino/ 25 Polyamid

Klick ins Bild!

to be continued

Socken 9/2009

Während des Teetrinkens und zwischen dem Auflegen neuer Holzscheite stricke ich auch hin und wieder.

Meine Panaceks (Socken 9/2009) aus dem Cranberrie Zauberball sind lange fertig und wunderhübsch – werden aber die einzigen Zauberball Socken bleiben. Als scheinbar einfädiges Dochtgarn wird es sich der Beanspruchung im Schuh nicht lange wiedersetzen können.

cranberrie

Neu auf den Nadeln ist gerade ein seltenes, wirklich sehr seltenes Sockenpaar. Das kaltfüßige Dachdeckerchen bat höchstpersönlich um Sockenwerdung eines Stranges Limetten Tiger aus dem Hause Drachenwolle. Wo Mutters Wollsocken doch sonst eher als extrem uncool kathegoriesiert werden.

Limettentiger2

Tjaaaa… und dann stricke ich nun endlich an einem geheimen Ding, welches ich am 12. Dezember beim großen Schafnasen Wichteln in Postfeld zu all den anderen Geschenken legen werde. Ich dachte schon, das wird nie was mit mir und dem schon seit langem bestimmten Knäuel Wolle. Dreimal hatten wir das Ribbelmonster zu Gast *ächz*.

Resteverwertung

… war das Motto in den letzten Tagen. Entstanden sind zwei Paar Mini Socken in Größe 21/22 und 23/24. Sie sind in Berlin geblieben und wandern auf einen Weihnachtsbasar.

21/22 FantaSocks

23/24 Regenbogen aus der Schönfärberei

Die Maschenschmiede

Meine Berlinfahrt am letzten Wochenende war neben einem geplanten Strickworkshop natürlich auch ein Beutezug in Sachen Wolle.

Schon vor einiger Zeit war ich auf den Onlineshop der Maschenschmiede in Berlin-Spandau gestoßen und hatte meiner Mama davon erzählt. Die hatte kurz zuvor meine Malabrigo Ishbel gebeutet und wollte gerne selbst ein Kuscheltuch kuscheliges Tuch stricken.

Voll des Lobes über den Einkauf bei Frau Maschenschmiede erzählte sie mir am Telefon von den vielen schönen Garnen und Farben, den unzähligen Kisten und Knäulen… Aber wollte ich das hören? Nein! Ich wollte das alles sehen und anfassen, wie sie.

Zweieinhalb Stunden haben wir Wolle geguckt, in Wollbergen gegrabbelt und Stränge gekuschelt. Wir haben sooooo schön geklönt, Stollenkonfekt genascht und Tee getrunken…

Beute!

Liebe Birgit,

vielen, vielen Dank für schönen Nachmittag! Meine neue Tasse ist im Dauereinsatz und das Teesortiment wurde um eine Sorte erweitert. Die Acrylspitzen sind jedoch ganz schön gewöhnungsbedürftig.

Bis zum nächsten Mal (und darauf kannst’e Gift nehmen)
beste Grüße “an Euch alle”

*argh

Ich war fleißig, sehr fleißig. Ich habe mich die ganze Woche für das große Julklap Schafnasen Wichteln im Dezember ins Zeug gelegt.

Und gerade eben habe ich ALLES zum zweiten Mal dem Ribbelmonster zum Fraß vorgeworfen.

Jetzt habe ich keine Lust mehr darauf; ich schreib jetzt hier auch nicht weiter; ich geh jetzt schmollen.

Ein paar Tage schon ist er fertig, der Rainy Day in Tullamore. Da ich sein Rippenmuster sehr schön finde, wird er nicht wie vorgegeben gespannt.

Der stürmische Herbst kann nun kommen, mein Hals ist schön warm und äußerst weich eingepackt:

Rainy Day in Tullamore aka Ulmus

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