das Lopi Log

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Ziellinie in Sicht

Noch zwei Arbeitstage und ich habe (endlich) Urlaub. Viel habe ich mir vorgenommen… hoffentlich schaffe ich die Hälfte davon. Mein Lopi zum Beispiel soll fertig werden. An den vergangenen Sonnentagen war mir nicht danach, meine Oberschenkel beim Stricken mit Islandwolle zu bedecken – auch wenn es ein prima Sonnenschutz gewesen wäre. Die Fenster würde ich gerne putzen, die Wasserflecken vom Rasensprenger sind nun wirklich nicht schön. Außerdem…

stop!

Viel besser ist es, wenn ich ab nächster Woche von den erledigten Dingen schreibe, als mich hinterher mit all dem unerledigten Kram zu blamieren ;)

Also tief Luft holen und geradewegs zum Endspurt des Hindernislaufs auf die Ziellinie einbiegen.

oder warum der Pulli – trotz viel Willenskraft – noch nicht fertig ist. Naja, man kann nicht wirklich von stricken reden, wenn alle 2 bis 4 Maschen die Farbe gewechselt und die Spannfäden kontrolliert werden müssen. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob am Ende meinen Ansprüchen genüge getan wird. Im Muster sind bis jetzt keine Fehler und alle Abnahmen stimmen, aber ob die Passe später gut sitzt bzw. liegt…? Vielleicht passt er auch gar nicht? Zu weit, zu kurz, zu ach was weiß ich… QUATSCH!!

Die zweite Lieferung Lopi Wolle für ein wärmendes Wintergefieder der Silbermöve ist bereits eingetroffen – aber dort wird mit 6er Nadeln einfarbig gewerkelt.

Tag 17

Nun wird’s strubbelig… jetzt, an der weitesten Stelle des Pullovers, habe ich 330 Maschen auf der Nadel; aber irgendwie noch nicht die richtige Haltung zum Stricken gefunden. Am Ende von Tag 10 gebärdet sich der Pulli recht unhandlich. Tatsächlich ist es aber wohl eher mein Unterbewusstsein, denn die Ärmel können wirklich nicht “abfallen”.

Tag 10

bin ich mit meinem Fortschritt wirklich mehr als zufrieden. Ein Wochenende ganz im Zeichen dieses Pullovers. Am nächsten Wochenende möchte ich beim Vorder-/Rückenteil die Gesamthöhe von 43cm (noch 15cm) erreicht und einen Ärmel fertig haben. Mal sehen wie die Realität aussehen wird.

Tag3

Ich weiß gar nicht, ob ich überhaupt schon mal mit 5er Nadeln gearbeitet habe. Das geht ja so was von fix… zumindest im einfarbigen Teil des Pullis *grins. Aber: der Musterstreifen nach dem Bündchen war einfacher als ich gedacht hatte.

Bis zur Auseinandersetzung mit der Passe habe ich noch einige Tage zu stricken. Und genau das werde ich jetzt auch tun. Ich falle irgendwo gemütlich hin und verstricke den diesig trüben aber irgendwie doch warmen Sonntag.

Tag 1 außen

Tag 1 innen

Sie ist da!

Meine Lopi Wolle ist angekommen. *hüpf *freu *sing
Ich hatte noch gar nicht damit gerechnet, denn die angegebene Lieferzeit war erst zur Hälfte verstrichen. Mit der Freude eines kleinen Kindes habe ich mein Päckchen geöffnet und bestimmt ziemlich blöd vor mich hin gegrinst. Eine zweite Farbkarte für die Álafos Lopi lag anbei, die Létt Lopi Knäule in dem mit Seidenpapier ausgeschlagenen Karton, meine einzelne deutsche Strickanleitung und die beiden Hefte mit vielen weiteren Strickanleitungen haben mich eine ganze lange Weile gefesselt. Das war der Donnerstag!

Am Freitag habe ich mir dann die (wie immer) fehlenden Nadeln gekauft und zum ersten Mal in meinem Leben ein Strickprojekt mit einer Maschenprobe begonnen. Ja, auch ich bin schlauer (oder nur vorsichtiger?) geworden. Nach einer perfekten Maschenprobe und schier unendlichem Anschlagen von 198 Maschen *örks habe ich immerhin noch das Bündchen geschafft. Um halb eins kam dann endlich der Filius nachhause und ich konnte nach 20 Stunden beruhigt ins Bett fallen.

Heute am Samstag arbeite ich mich durch die ersten 8 Runden bzw. ersten 1776 Maschen “Norwegermuster” meines Lebens. Ich finde es ganz easy, hoffe aber die ganze Zeit, dass ich die mitlaufenden Fäden weder zu locker noch zu fest gearbeitet habe. *bibber* Nach ein paar weiteren Runden in der Grundfarbe werde ich wohl der Wahrheit ins Gesicht schauen können und dann…. dann mache ich auch das Foto für den nächsten Eintrag :)

alles meins

… und die Wollproben darin sind wunderschön!

Isländische Schafe tragen aufgrund des rauhen Klimas ein “zweites” Fell. Unterhalb Ihres zotteligen, mit Lanolin imprägnierten Pelzes haben sie ganz feines, weiches Fell. Daraus resultierenden die charakteristischen Eigenschaften der isländischen Lopi-Wolle: warm, leicht, weich, wasserabweisend. Lopi Wolle gibt es in verschiedenen Qualitäten. Létt-Lopi ist die dünnere Qualität (Stricknadeln 4,5 bis 5) die sowohl Indoor als auch Outdoor getragen werden kann.

Schon in den 80er Jahren fand ich “Norweger” zum Verlieben schön. Jetzt fast 25 Jahre später stricke ich mir einen. ;)

Die Bestellung für die Wolle incl. zweier weiterer Strickhefte ist raus. Die Entscheidung war gar nicht so einfach :( Und deshalb wird es schätzungsweise nicht bei einem Lopi-Projekt bleiben können. (Außerdem sagt das Krötenkind verdächtig oft “och… DER ist ja schön”. Nachtigall ick hör’ dir trapsen.) Die farbenfrohen Pullis in den Strickheften finde ich zum Sterben schön.. wurden allerdings in die Kiste “für Fortgeschrittene” geschoben. Ich hätte schon gerne… aber für den Anfang fiel die Entscheidung auf ein nur dreifarbiges Modell in anthrazit, wollweiß und granatrot in Anlehnung! an dieses Modell:

aus Létt-Lopi

Ich habe lange überlegt, im Internet gesucht, gefunden, geguckt, gegrübelt, gehadert… und dann habe ich am letzten Freitag endlich den Briefumschlag an den Islandwolle Versand in den Briefkasten gesteckt. Nun warte ich auf die bestellten Farbkarten, denn

Ich werde einen Lopi stricken.

Und zu diesem Zwecke gibt es ab heute das Lopi Log. Zu sehen gibt es dort noch nichts – aber das ändert sich hoffentlich ganz bald. Mit dem Eintreffen der Farbkarten fällt nämlich als erstes die Entscheidung für das zu arbeitende Modell. Ich freu’ mich drauf.