Tiere

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Neues aus Haus Nr. 1

“Sie hat den Hund ihres aktuellen Stechers ‘schuldigung! Mitbewohners wieder nur in den Garten geschickt,” dachte ich, als wir vom Einkauf nachhause kamen. Das Hundetier saß hinter der Hecke. Leider geht kaum jemand mit der armen Socke spazieren.

Gut eineinhalb Stunden später war der Hund noch immer im Garten. Ich hörte ihn weinen. Aus dem Badezimmerfenster konte ich sehen warum: Er war (bei -5°C) mit seiner Hundeleine am Apfelbäumchen festgebunden und zitterte wie Espenlaub.

Als Kurzhaarrasse war er der Kälte mangels dichter Unterwolle schutzlos ausgeliefert und wegen der kurzen Leine hatte er auch keine Möglichkeit sich durch Bewegung warmzuhalten.

Den ausführlichen Dialog an ihrer Haustür erspare ich Euch. Sie fand das gar nicht schlimm. “Der kann doch mal für ne Stunde in den Garten.” Und festbinden musste sie ihn, “er läuft doch sonst weg!”

Ich habe ihr gesagt, dass mich “so was” echt böse macht und sie gut daran tut, es bei diesem einen Mal zu belassen.

Warum stand diese Frau nicht in dem Exposé unseres Grundstücks?

Achtung!

Ab sofort ist bei Marzipan und Lebkuchen vermehrt mit Hamsterkäufen zu rechnen…

Mampfred

Klick ins Bild!

Das kleine Kerlchen hat sein Aqua Hamstarium bezogen und schafft es tatächlich, den Silbermöwerich vom Champignon Champions Leage Spiel “seiner” Bayern abzulenken. Ich schaffe das nicht mehr.

Blindenhund

für blinden Hund. Eine Geschichte wie im Disney-Film:

Ein blinder Hund und sein Blindenhund warten in einem englischen Tierheim auf ein neues Zuhause. Als die zwei Border Collies Bonnie und Clyde von Mitarbeitern des Hunderettungszentrums aufgegriffen wurden, wussten die Retter zunächst nicht, warum der eine Hund dem anderen folgt. Eine Mitarbeiterin fand heraus, dass Bonnie ihren blinden Freund, der durch eine Krankheit sein Augenlicht verlor, führt. “Wenn Clyde sich unsicher ist, wo er sich befindet, tastet er sich hinter Bonnie und legt seine Nase auf ihren Rücken, so dass sie ihn führen kann” , sagt Tierpflegerin Cherie Cootes.
Quelle: shz vom 27.07.2009

Ok. Es ist vielleicht zu schmalzig geschrieben. Aber find’s trotzdem schön… da sag mal noch einer blöder Hund.


HIER IM ORIGINAL MIT FOTOS

Gestern hat mich mein kleiner Bruder zum Grillen eingeladen. Mangels Feinstaubplakette am Finchen nutze ich hier Bus und Bahn. Für den Fahrscheinautomat habe ich vorausschauend Münzgeld bereit gehalten. War gar nicht nötig: man kann sogar ein Kurzstreckenticket für 1,30 € mit EC-Karte und PIN bezahlen. Krass! Was für ein Verwaltungsaufwand…

Nach einer Stunde S-Bahn fahren war ich unterschwellig genervt. Denn damals, also vor 1997, vertrieb man sich die Zeit in U- und S-Bahn mit lesen, Leute anglotzen beobachten oder dösen. Heute greift man zum Handy und berichtet lautstark auch über pikante Nebensächlichkeiten aus dem eigenen oder anderer Leute Leben. Der Inhalt diverser fremdsprachiger Telefonate blieb im Verborgenen.

Heute wollte ich eigentlich in den Zoologischen Garten und ins Aquarium – habe den Gedanken dann aber wieder verworfen. Bei 18 Euro Eintritt bleibt mein Verständnis gänzlich auf der Strecke. Besuche ich eben Oma und Opa… auf dem Friedhof – da kann ich auch spazieren gehen.

“Hamster sind doch nun wirklich unspektakulär,” sagen (fast) alle. Viele finden Mampfred auch lächerlich. “Das ist doch was für Kinder.” Gaaar nichts für Kinder, denn wenn Mampfred aufsteht ist es 22 Uhr! Aber jeder will ihn sehen. Heute arbeite ich ausnahmsweise mit Vorschaubild. Ein  >>klick<<  ins Bild vergrößert.

Mampfred mampft

Da fällt mir Loriot und seine Kalbshaxe Florida ein: “Er hat mir ins Essen gequatscht geglotzt!”

“Och…, nee!”

sagte das Dachdeckerchen, als ich ihm Mampfred vorstellte. Er meinte ganz sicher nicht “Och… , nee wie niedlich”, sondern vielmehr: “Och…, nee ihr tickt doch nicht ganz rund.” Der Silbermöwerich nennt ihn Rufus oder Meister. Und wenn er “Rufus” vergessen hat, dann nennt er ihn auch Brutus.

Mampf-Fred Mampfred ist von Natur aus Einzelgänger und lebt im Schnitt überschaubare zwei Jahre. Er mag Müsli, Obst und Gemüse. Viel lieber mag er Nüsse, Frikadellen ein Häppchen Schabefleisch (Beefhack oder Tatar … wie auch immer) und Mehlwurmlarven. Von diesem Viellieber darf er aber nicht so oft, weil er sonst zu fett und träge wird.

Wann immer wir den Futterhändler unseres Vertrauens aufsuch(t)en, lief und läuft der Möwerich zuerst an allen Futtersäcken und sonstigem Bedarf vorbei und steht bei den Schaukästen mit den Nagern. Er grinst und kiechert und manchmal lacht er sogar Tränen: “Als Jung-Möwerich hatte ich viele Jahre lang Rufusse. Die sind so lustig – wenn du sie beobachtest. Guck doch mal!”

Gestern hatte sie einen. Einen richtigen … einen honigfarbenen … einen goldenen. Naja… und der Möwerich marschiert nächste Woche einen Schritt weiter Richtung “Null” und da dachte ich mir: “Geschenkt! Wo schon ein halber Zoo satt wird, fällt für den kleinen Kerl auch noch genug ab.”

Somit sei verkündet, dass unsere Arche um einen Hamster reicher geworden ist. Ein brauchbares Foto jibbet noch nich’. Der doofe Autofocus findet die Gitterstäbe viel fotogener als das Hamstertier.

Kuckuck

Im Sommer wohnt er auf der anderen Seite der Straße in den Sträuchern und Büschen am Feldrand. Seit zwei Wochen haben wir bewusst auf ihn gewartet und täglich auf seinen Ruf gehofft. Er ist wieder da, unser Kuckuck!

Kuckuck

Foto: O. Zeiinger (Nabu)

Seit wir mit unseren Vierbeinern täglich durch Feld und Flur unterwegs sind, läuft unsere Jahresuhr nicht mehr nur durch Jahreszeiten. Die Einteilung wird feiner: die erste Sternmiere am Wegesrand, das Korn beginnt zu wachsen, die Kröten wandern und dann blüht der Raps. Die Stare ziehen wieder unter Nachbars Fußwalm ein… Jetzt ist der Kuckuck da und wir warten auf das kleinkleckersdorfer Storchenpaar.

Hätte mir jemand vor fünf Jahren gesagt, ich könne mal Singvögel bestimmen… den hätte ich ausgelacht. Ganz laut und voller Überzeugung.

alle Vöglein, alle…

Einer ist dabei, der kann nicht singen. Er kreischt. Soll vorkommen, aber er wohnt in unmittelbarer Nähe unseres Schlafzimmerfensters. Leider habe ich keine Ahnung, wie ich das kleine Kerlchen umsiedeln könnte. Wahrscheinlich wird es auch morgen um halb sieben in der Frühe durch die Gegend bölken….  und ich werde wach in meinem Bett liegen.

Frühling!

müde...

nennen wir unser heutiges Nichtstun.
Deshalb gibt es keine neuen Nebensächlichkeiten von uns zu lesen.

Schafe hüten

um täglich ihre Daseinsberechtigung zu verlängern, müssen unsere Hunde nicht.

Was man aber mit viel Spaß, hütenden Hunden und einer Menge Schafe zustande brigen kann, ist hier zu sehen.

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